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Neue Reinigungsprodukte-Kriterien

Seit dem 1.4.2017 wendet die IGÖB neue Reinigungsprodukte-Kriterien an für die Registrierung auf der Liste empfohlener Reinigungsmittel.

Die Auswahl der Produkte, welche auf dieser Liste empfohlen werden, erfolgt bisher (seit 2000, mit Revision im 2007) nach Kriterien, welche die IGöB selber aufgestellt hat. Nun hat die IGÖB entschieden, sich auf den Kriterienkatalog der EU für die umweltorientierte öffentliche Beschaffung von Reinigungsprodukten und –dienstleistungen (GPP-Kriterien) zu stützen. Diese werden regelmässig aktualisiert und finden eine breite Anwendung. Die Resultate der entsprechenden Untersuchungen und der damit verbundenen Überlegungen zur Rolle der IGöB werden in einem Informationsblatt vorgestellt. Der nun resultierende Lösungsansatz der IGÖB wird in den IGÖB-Empfehlungen Reinigungsmittel erläutert.

Anhand der Kriterien wird in den empfohlenen Produkten der Einsatz von besonders besorgniserregenden Substanzen, Phosphor, Biozid und Produkten aus gewissen Gefahrenklassen und mit entsprechend vermerkten Risikosätzen reduziert. Ausserdem wird die Giftigkeit für die Wasserorganismen begrenzt (anhand der Berechnung des kritischen Verdünnungsvolumens). Um die Umweltbelastung zu reduzieren enthalten die Kriterien Vorgaben mit dem Ziel, Verpackungsmaterial zu reduzieren und eine korrekte Dosierung der Produkte zu fördern.

Ergänzend wurden auch die IGÖB-Empfehlungen Reinigungsdienste publiziert. Diese liefert öffentlichen Organisationen eine Grundlage, um innerhalb eines Vergabeverfahrens für die öffentliche Beschaffung von Reinigungsdienstleistungen Kriterien der nachhaltigen Entwicklung zu berücksichtigen.




Revision der Statuten

Die IGÖB hat 2015 ihre Statuten überarbeitet. In der angepassten Fassung kommt zum Ausdruck, dass sich der Verein seit einigen Jahren auch mit sozialen Fragen der öffentlichen Beschaffung beschäftigt. Die neuen Statuten sind hier zu finden.


Gemeindekurs «Beschaffungsstress? Nachhaltige und rechtskonforme Lösungen»

Wer seine Beschaffungsaufträge an wirtschaftliche, ökologische und soziale Kriterien knüpft, erhöht die Akzeptanz seiner Entscheidungen und trägt viel zum Schutz der Umwelt und zu fairen Arbeitsbedingungen bei. Der Kurs gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Verfahrensarten sowie Instrumente und Hilfsmittel. Best-Practice-Beispiele aus Gemeinden zeigen, wie die praktische Umsetzung gelingt.

Termin und Ort: 16. Mai 2017 in Zürich

Der Kurs wird von PUSCH organisiert. Die IGöB ist Partner bei der Durchführung.
Anmeldung und weitere Informationen.


Öffentliche Beschaffung und soziale Kriterien


Die Berücksichtigung sozialer Aspekte im Rahmen der öffentlichen Beschaffung, dritte, aktualisierte Fassung
Marc Steiner, lic. iur., Rechtsanwalt


Die IGOEB hat den Juristen Marc Steiner beauftragt, das von ihm 2009 verfasste Arbeitspapier unter Berücksichtigung der neusten rechtlichen Grundlagen zu überarbeiten und zu aktualisieren. Berücksichtigt wurden insbesondere das revidierten WTO Government Procurement Agreement (GPA), die neuen EU-Vergaberichtlinien (v.a. Richtlinie 2014/24/EU vom 26. Februar 2014) sowie die Entwürfe für eine neue Interkantonale Vereinbarung (IVöB) vom 18. September 2014 und ein neues Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen vom 1. April 2015.

Unter dem Oberbegriff "Soziale Aspekte" werden in einem umfassenden Sinne die Themen Mindeststandards im Bereich der Gleichstellung von Mann und Frau, Mindeststandards im Bereich der Arbeitsbedingungen, Lehrlingsausbildung, und soziale Standards (inkl. living wages in Billiglohnländern) unter besonderer Berücksichtigung der ILO-Kernarbeitsnormen behandelt. Der Fokus des Arbeitspapiers liegt dabei insbesondere auf rechtsdogmatischen Fragen nach der Zulässigkeit der Beeinflussung von Arbeitsbedingungen im Ausland.

Das vollständige Dokument herunterladen (57 Seiten, deutsch)


Gemeindecluster II


Mit finanzieller Unterstützung des Bundesamtes für Raumplanung (ARE) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) führt die IGöB das Projekt "Gemeindecluster" weiter.

Ziel des Projektes ist die konkrete Weiterentwicklung des Instrumentensets (Handbuch und Produktgruppenkriterien) und seine weitere Anpassung auf kleinere Gemeinden. Wir möchten eine Gruppe von Gemeinden begleiten, die Instrumente auf Ihre Situation anzupassen und untereinander auszutauschen. Ein wichtiges Element wird es sein konkrete Ausschreibungsunterlagen mit Spezifikationen und Zuschlagskriterien zu noch auszuwählenden Produkten zu sammeln und zu erstellen.

Gegen einen gemässigten Finanzbeitrag können Gemeinden so mit Unterstützung und Austausch weitere Schritte zu einer systematischen Beschaffung tun.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Geschäftsstellen für die Deutschschweiz, Jörg Schmidt, info@igoeb.ch.


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