Nachhaltige Events und Verpflegung
5. März 2026

Nachhaltigkeits-Hotspots
Die grössten Umweltwirkungen von Veranstaltungen entstehen in der Regel durch die Mobilität der Besuchenden, die Verpflegung sowie den Material- und Ressourcenverbrauch. Analysen von Festivals und Grossanlässen zeigen, dass insbesondere An- und Abreisen, Gastronomie, Energieverbrauch und Transporte den grössten Anteil an den Treibhausgasemissionen verursachen.
Bei der Verpflegung haben die Wahl der Lebensmittel und Food Waste einen besonders grossen Einfluss. Fleisch, Flugware und Lebensmittelverluste verursachen deutlich höhere Umweltbelastungen als pflanzenbasierte, saisonale und regionale Angebote. Ein hoher Anteil vegetarischer oder veganer Menüs sowie die konsequente Vermeidung von Lebensmittelabfällen bieten deshalb grosse Hebel für mehr Nachhaltigkeit.
Weitere wichtige Themen sind Mehrwegsysteme, die Vermeidung von Einwegverpackungen, eine ressourcenschonende Infrastruktur sowie soziale Aspekte wie Barrierefreiheit, Gesundheitsschutz, faire Arbeitsbedingungen und die Einbindung regionaler Anbieter. Nachhaltigkeit sollte dabei stets ganzheitlich betrachtet werden und ökologische, soziale und wirtschaftliche Dimensionen verbinden.
Wichtigste Tipps für die öffentliche Beschaffung
• Nachhaltigkeitsziele bereits zu Beginn der Planung festlegen und die Verantwortung dafür klar im Organisationskomitee verankern.
• Nachhaltigkeitskriterien frühzeitig in Ausschreibungen und Verträgen integrieren, beispielsweise für Catering, Standbetreibende und Lieferanten.
• Verpflegungsangebote mit hohem Anteil pflanzenbasierter Menüs fördern sowie saisonale, regionale und möglichst biologische Produkte bevorzugen.
• Food Waste durch bedarfsgerechte Planung, flexible Portionsgrössen und Konzepte für die Weitergabe von Überschüssen reduzieren.
• Veranstaltungen so planen, dass sie gut mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss oder mit dem Velo erreichbar sind.
• Mehrweggeschirr, Leitungswasser und wiederverwendbare Materialien einsetzen sowie unnötige Verpackungen vermeiden.
• Regionale Anbieter berücksichtigen und die soziale sowie ökologische Verantwortung der Lieferanten prüfen.
• Für grössere Veranstaltungen Nachhaltigkeitskonzepte, Checklisten oder Bewertungsinstrumente nutzen, um Fortschritte messbar zu machen.
Hilfreiche Links
• Schweizer Verband für nachhaltige Events (SVNE)
• Nationale Plattform für nachhaltige Events (EventKit)
Empfehlungen nachhaltige Verpflegung bei Veranstaltungen des Bundesamts für Umwelt
• Gastro Charta für die Zukunft
Weitere Ateliers
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